Stefanie und Bernd Willi Ripp
„Die Begeisterung für die Schönheit der Edelsteine scheint in unseren Genen zu liegen.“
Stefanie und Bernd Willi Ripp haben das Unternehmen in 45 Jahren zu einer der modernsten Edelsteinschleifereien aufgebaut. „Die Begeisterung für die Schönheit der Edelsteine scheint in unseren Genen zu liegen“, sagt Bernd Willi Ripp.
„Ein Beleg dafür ist der Gesellenbrief unseres Vorfahren Otto Bengel aus dem Jahr 1910. Er war schon damals Graveur. Es erfüllt uns mit Stolz, diesen Generationenvertrag weiterzuführen. Und, es ist auch eine wunderbare Berufung, mit diesen wunderschönen Naturprodukten arbeiten zu dürfen.“ Eine der Stärken des Unternehmerpaares sind die direkten, sehr persönlichen Beziehungen zu den Rohsteinlieferanten in aller Welt. „Fast täglich sichten wir Partien, bei denen wir uns schnell entscheiden müssen, ob diese für uns geeignet sind. Oft sind wir First Viewer. Durch dieses Einkaufsverhalten konnten wir mit der Zeit ein großes und reichhaltiges Lager in allen Farben aufbauen. Dies kommt uns zugute, wenn bestimmte Farben im Trend liegen, die Preise plötzlich in die Höhe schnellen oder die Vorkommen nahezu erschöpft sind. Wer hätte damals, als ich viele Partien erworben habe, gedacht, dass sich die Märkte so entwickeln würden. Alle Materialien schienen früher nahezu unerschöpflich. Gut, dass wir immer dann etwas gekauft haben, wenn es Partien auf dem Markt gab. Bis heute hat sich diese Einkaufspolitik nicht geändert.“ Groh + Ripp kann daher auf ein großes Lager an Edelsteinvarietäten zurückgreifen, die keine Wünsche offenlassen.
Ein Bund fürs Leben
Stefanie und Bernd Willi Ripp haben aus einer kleinen Schleiferei ein international erfolgreiches Unternehmen geschaffen. Das Porträt eines außergewöhnlichen Ehepaares.
Wirklich glücklich ist er dann, wenn er in seiner Firma ist“, sagt Stefanie Ripp über ihren Mann. Der Erfolg von Groh + Ripp ist zu einem großen Teil der Passion für die Produkte, aber auch dem betriebswirtschaftlichen Denken zu verdanken. Die erzielten Gewinne wurden immer in neue Technologien und Rohstoffe investiert, welche entweder für Goldschmiede und Juweliere Verwendung fanden oder für erlesene Uhrenmarken als Zifferblätter dienten.
Viele Kundenwünsche konnten durch Lagerbestände erfüllt werden, aber Bernd Willi Ripp war immer auf der Suche nach neuen interessanten Mineralien, nach Farbsteinen, nach dem Besonderen. Bis heute kauft er Farbsteine gezielt ein. Bei ausgefallenen Wünschen kann er auf seine direkten Kontakte zu Minenbesitzern und Rohstein-Lieferanten zurückgreifen. „Je nach Kundenwunsch kann es auch eine Weile dauern, bis wir den passenden Stein gefunden haben, denn natürlich setzt uns die Natur hin und wieder Grenzen. Aber wir haben durch unsere jahrelangen Geschäftsbeziehungen oft privilegierte Zugriffe auf besondere Steine“, so Bernd Willi Ripp.
Viele Steine werden gekauft, wenn sie auf dem Markt angeboten werden – so hat sich im Laufe der Jahre ein unglaubliches Rohsteinlager angehäuft. Das gibt die Freiheit, für alle Modetrends die passende Farbe anbieten zu können.
Stefanie Ripp hat schon früh die weite Welt kennengelernt. Sie pflegt viele Freundschaften zu Handelspartnern auf allen Kontinenten und trägt so dazu bei, dass viele Kunden immer wieder gerne mit Groh + Ripp zusammen arbeiten.
Auch Stefanie Ripp ist mit voller Leidenschaft im Geschäft, das sie von klein auf kennengelernt hat: Ihr Vater, Theo Groh, betrieb in Rhaunen, einem Dorf im Hunsrück, etwa 25 Kilometer nördlich von Idar-Oberstein, eine Achatschleiferei, die viele der regionalen Betriebe belieferte. Sie entdeckte früh ihre Liebe für die Schätze der Natur und für das Handwerk, die Materialien aus dem Rohstein in die perfekte Form zu bringen. Aus dieser Zeit hat sie sich auch ihr Gefühl für Edelsteine erhalten und sie denkt gerne zurück an die Anfänge des Unternehmens: Als sie vor 41 Jahren Bernd Willi Ripp heiratete, der im Jahr 1973 in die Firma einstieg und aus der dann das Unternehmen Groh + Ripp hervorging, war die Zeit zwar sehr schwer und fordernd, gleichermaßen aber auch spannend und voller schöner Momente. Bernd Willi Ripp und seine Frau waren von Anfang an ein gutes Team. Sie reisten zusammen zu den Kunden, besprachen die Aufträge und hatten viele Ideen. Stefanie Ripp war immer eine gute Ansprechpartnerin und eine gute Teamplayerin an seiner Seite, die sich nicht nur täglich um die Firma, sondern sich auch noch um zwei kleine Kinder kümmerte.
Zunächst lieferten sie nur Achate an regionale Kunden. Bernd Willi Ripp hatte aber das Ziel vor Augen, die Produkte zu verfeinern und zu erweitern. So sprach er bald bei den Zifferblattmanufakturen vor und erhielt die ersten Aufträge.
Nach und nach wuchs die beschauliche Werkstatt zu einem stattlichen Unternehmen heran und Groh + Ripp expandierte. 1986 zog das Unternehmen nach Idar-Oberstein um – auch hier war es die Idee von Stefanie Ripp, sich geografisch neu zu positionieren. „Alles zu seiner Zeit“, sagt sie mit einem Lächeln auf den Lippen. „Wir haben uns immer viele Gedanken gemacht und immer nach und nach alles auf- und dann ausgebaut.“ Idar-Oberstein war schon immer als Kompetenzzentrum für Edelsteine und das Edelsteinhandwerk bekannt – der richtige Ort also, um neue Kontakte zu knüpfen und bestehende zu pflegen.
Stefanie Ripp ist euphorisch, wenn sie von den Geschäftsreisen mit ihrem Mann und ihren Töchtern spricht, die sie beruflich wie privat geprägt haben – auch wenn Übergänge zwischen Arbeit und Privatleben bei der Familie Ripp ohnehin fließend sind. „Bei uns stand immer die Familie an erster Stelle und die Firma auch“, sagt sie mit einem Augenzwinkern.
Es ist nicht schwer zu erkennen, mit welcher Leidenschaft die Familie in der Firma tätig ist. Die tägliche Beschäftigung mit den unterschiedlichsten kostbarsten Edelsteinen ist genauso Beruf wie Leidenschaft, viele Kunden und Handelspartner sind längst zu Freunden geworden, die an den Ripps eben nicht nur ihre Fachkompetenz und die Hochwertigkeit ihrer Produkte, sondern auch ihre Herzlichkeit und ihre offene Art schätzen.
