Technik bei Groh + Ripp

TECHNIK


CNC-gesteuerte Bearbeitung von Edelsteinen
CNC-gesteuerte Bearbeitung von Edelsteinen

Einblicke in die CNC-gesteuerte Bearbeitung von Edelsteinen

Die Grenzen des Machbaren erweitern

Das Material der Edelsteine stellt seine ganz eigenen Anforderungen an Menschen und Maschine.
Mit Sachkenntnis, Erfahrung und moderner Technologie stellt man sich bei Groh + Ripp jeder Herausforderung.

Die Anwendbarkeit der Farbsteine ist äußerst vielseitig. Sie werden längst nicht nur im Schmuckbereich verwendet, die verschiedenen Eigenschaften machen sie auch für den Einsatz in der Technik und in Laboratorien interessant. Überdies verwenden viele der großen namhaften Uhrenmarken Zifferblätter aus Edelstein und Perlmutt, die den Uhren ein sehr individuelles Aussehen und einen einmaligen Charakter geben. Groh + Ripp beliefert unterschiedlichste Firmen, darunter bedeutende Forschungseinrichtungen und sehr viele Uhrenhersteller aus aller Welt mit den verschiedensten Objekten. Das Angebot reicht von dünnen Deckgläschen, die in der Mikroskopie zum Einsatz kommen, über Zubehörteile für Uhren und Uhrwerke bis hin zu komplexen Großobjekten wie Plastiken, Sockel für Statuen oder Gehäusen für größere Uhren. 

Durch Maschinen, die im µ-Bereich arbeiten, eröffnen sich neue Einsatz- und Verwendungsmöglichkeiten von Edelsteinen.

In der technischen Abteilung werden Objekte realisiert, deren Bestimmung sich erst auf den zweiten Blick zeigt: es handelt sich hierbei um reine Bauteile. Die Zifferblätter oder Gehäuseringe aus verschiedensten Materialien wie Türkis, Lapis Lazuli, Koralle, Opal, Malachit, Onyx, Perlmutt, Meteorit, Falkenauge, Jaspis und synthetisch Saphir stellen nur einen Teil eines Ganzen dar. Ihre Eleganz kommt aber erst dann zur vollen Entfaltung, wenn sie weiter verarbeitet werden. Wenn das Zifferblatt unter einem sanft gewölbten Saphirglas in einem metallenen Gehäuse sitzt, wenn die Zeiger, angetrieben von einem ganz leise arbeitendem Uhrwerk, sich in ruhiger Eleganz über das faszinierende Material bewegen, dann zeigt sich eine ganz andere Seite der Schönheit der Edelsteine.

Die Realisierung der hohen technischen Anforderungen ist oftmals schwierig, denn jedes Material stellt seine ganz eigenen Ansprüche an die Bearbeitung. Je dünner die Steine geschliffen werden, je filigraner die Bearbeitungen werden, desto fragiler wird das fertige Produkt. Und auch die unterschiedlichen Härten der Steine, Unregelmäßigkeiten wie Risse oder natürliche Einschlüsse stellen immer neue Herausforderungen an das Unternehmen. 

Qualitätskontrolle der gefertigten Stücke
Qualität steht an erster Stelle: Kontrolle der gefertigten Stücke

Schritt für Schritt werden bei Groh + Ripp komplexe Pläne in präziseste Produkte umgewandelt.

Bernd Willi Ripp und seine Tochter Sandra, die gemeinsam die Technik-Abteilung von Groh + Ripp betreuen, arbeiten immer daran, die Möglichkeiten der Bearbeitung der Edelsteine zu erweitern. Sie sind auf der ständigen Suche nach neuen Lösungswegen, um Projekte zu realisieren, die vorher undenkbar waren. Darum wurde viel investiert in die computergesteuerte Fertigung, die unter anderem Innenlochsägen, Planschleif- und Fräsmaschinen beinhalten. Mit diesen Maschinen werden höchst komplexe Stücke mit Toleranzen im 1/100mm, bei manchen sogar im µ-Bereich möglich. Die Ausstattung der Endkontrolle ist ebenfalls auf dem neuesten Stand. Jede Entwicklung auf dem Markt wird verfolgt – und wenn es sinnvoll ist, werden die entsprechenden Geräte erworben. So ist ein beeindruckender Maschinenpark entstanden, in dem in riesigen Apparaturen, nach genauesten Vorgaben, filigranste Objekte entstehen.

Hier sieht man etwa, wie an einer speziellen Säge ein großer Block aus Lapis in gleichmäßige, äußerst dünne Scheiben geschnitten wird. Durch das Sichtfenster einer Fünf-Achsen-Fräsmaschine erkennt man, wie ein winziger Aufsatz, gekühlt von einem Wasserstrahl, wieder und wieder über ein kaum einen Zentimeter großes Plättchen aus Onyx fährt und wie sich dabei ganz langsam die Form des tiefschwarzen Steinplättchen verändert. Und doch vermögen die Maschinen es nicht, die gesamte Arbeit zu übernehmen. „Ohne das traditionelle Handwerk würde die reine Technik nichts bringen. Bei aller Präzision und Sorgfalt ist die Arbeit unserer Schleifer unersetzlich“, erklärt Bernd Willi Ripp, „Handarbeit und moderne Technik müssen ineinandergreifen. Nur dann kann sich beides weiterentwickeln.“ 

Nur wenn Hightech und Handarbeit inein-andergreifen, kann sich beides weiterentwickeln.

Dadurch, dass bei Groh + Ripp beides in höchstem Maße zu finden ist, dass Innovationsfreude auf hingebungsvolle Handarbeit trifft, und dass dazu mit beinahe jedem gewünschten Material gearbeitet werden kann, ist die Firma heute dazu in der Lage, fast jeden speziellen Kundenwunsch zu erfüllen. Viele Kunden des Unternehmens reisen dazu aus aller Welt zu den Ripps, nur um sich selbst davon zu überzeugen, dass Ideen realisiert und mit der gewünschten Perfektion erfüllt werden können.

Groh + Ripp hat sich in der Branche den Ruf erarbeitet, die extrem schwere Aufgabe, eine technische Zeichnung in ein fertiges Produkt umzuwandeln, lösen zu können.